Wie im Intro angekündigt, bin ich momentan für längere Zeit auf Fuerteventura und versuche hier möglichst nackt zu leben. In Teil 1, habe ich euch bereits von meinen ersten Tagen hier auf der Insel berichtet. Nun gibt es hier eine weitere Zusammenfassung meiner Erlebnisse und meines Fortschritts beim „nackten Leben“.
Wanderung von El Cotillo zum Leuchtturm
El Cotillo ist eine schöne Stadt an der Westküste im Norden Fuerteventuras. Hier lassen sich übrigens auch tolle Sonnenuntergänge beobachten. Nördlich von El Cotillo befindet sich der Leuchtturm Faro del Toston, der hier mein Wanderziel war. Geparkt habe ich am nördlichen Ende der Stadt nahe dem Strand. Von dort ging es direkt nackig los und alle Klamotten blieben im Auto. Am Strand am Randbereich der Stadt findet man auch wieder viele FKKler unter den Besuchern. Weiter nach Norden geht der Strand mehr und mehr in die an der Westküste häufigen Felsenformationen über, sodass hier kaum noch Sonnenanbeter zu finden sind, aber trotzdem weiterhin gute Wanderwege. An einigen Stellen tummeln sich auch viele Camper und Surfer, aber die stören bei einer Wanderung überhaupt nicht.
Den Leuchtturm hat man bei der ganzen Tour gut im Blick und kann sein Ziel daher gar nicht verfehlen. Da sich im Turm ein Museum befindet und der Leuchtturm auch sonst bei Touristen scheinbar ein beliebtes Fotomotiv zu sein scheint, ist es rund um den Turm meistens recht voll. Der letzte Teil des Wanderwegs führt stellenweise auch recht nah an der Straße lang. Kosteten mich die vielen (natürlich bekleideten) Menschen anfangs doch etwas Überwindung, habe ich die Wanderung dennoch fortgesetzt und mein Ziel erreicht. Dabei ist mir erstmal wieder bewusst geworden, dass meine Klamotten zu diesem Zeitpunkt mehrere Kilometer von mir entfernt waren und wie angenehm und entspannt die Wanderung trotz der vielen Leute war, denen ich unterwegs begegnet bin.
Theoretisch kann man dann auch an der Nordküste weiter bis nach Corralejo wandern. Da der Tag sich zu diesem Zeitpunkt aber schon dem Ende neigte, wanderte ich gemütlich zurück nach El Cotillo und konnte dabei noch einen wunderschönen Sonnenuntergang genießen. Diese Runde ist also sehr zu empfehlen – sowohl nackt als auch angezogen.
Playa de Sotavento
Am darauffolgenden Tag zog es mich in den Süden von Fuerteventura an die Playa de Sotavento. Neben entspannten Stunden in der Sonne am Strand, wanderte ich auf mehrere der sich in der Nähe des Strandes befindlichen Berge. Von dort oben hatte man einen tollen Blick auf das Meer und den Strand. Allerdings schien den meisten der Aufstieg an diesem Tag zu anstrengend zu sein, denn mir begegnete an diesem Nachmittag kaum ein anderer Wanderer (aber auch gut, so kann sich wenigstens niemand an meinem Wanderoutfit stören).

Am Strand hingegen fand sich wieder ein angenehmer Mix auf Nackten und Textilern – jeder eben so wie er oder sie mag. Auch direkt am Strand lassen sich hier gefühlt Endlose Strandwanderungen unternehmen.
Inselüberquerung von Costa Calma (und mein erster komplett nackter Tag)
Beflügelt von den Erlebnissen der vorherigen Tage und den bisherigen super Erfahrung mit meiner Nacktheit, wurde der nächste Tag ein ganz besonderer. Getreu dem Motto dieses Selbstversuches, sollte dies mein erster komplett nackter Tag hier werden. Ich verließ also am morgen direkt nackt das Haus und fuhr nach Costa Calma. Dort wollte ich die Insel an ihrer schmalsten Stelle von der Ost- zur Westküste überqueren. Die meisten Wanderrouten, die man hierzu so im Internet findet, starten zwar eigentlich direkt am Strand oder aber in Costa Calma. Da ich mich nicht getraut habe im städtischen Bereich nackig herumzulaufen, sucht ich mir einen Startpunkt am westlichen Ende von Costa Calma, nahe der Autobahn FV-2. Dort parkte ich mein Auto und konnte durch eine Unterführung unter der Autobahn hindurch meine Wanderung beginnen. Über eine flache, teils recht sandige Strecke kommt man schon nach gut 5 km an der Westküste an und kann hier die Klippen und das raue Meer bestaunen, was hier ganz anders wirkt als noch kurz vorher an der Ostküste.
Für mich ging es dann noch ein Stück an der Westküste entlang, bevor ich mich zurück und Richtung Costa Calma machte und den Tag dort am Strand ausklingen ließ. Die Wanderung zur Inselüberquerung scheint insgesamt recht beliebt zu sein. Zumindest kamen mir während meiner Tour immer wieder andere Wanderer entgegen. Aber auch hier störte sich absolut niemand an meiner Nacktheit.
Ich finde es doch erstaunlich, wie schnell ich mich an meine nackte Lebensweise hier gewöhnt habe, Aber ich genieße es sehr! So sehr, dass ich nach all den Erlebnissen beschlossen habe, dass Kleidung zumindest für die noch verbleibenden Wochenenden hier auf der Insel absolut Tabu für mich sind.
Was das gibt und wie es damit so klappt, lest ihr in den nächsten Beiträgen. Also schaut gerne regelmäßig vorbei.
(Live-) Fotos von meinen Touren und noch mehr Möglichkeiten mit mir zu interagieren findet ihr in der Telegram Gruppe zu diesem Blog. Schaut gerne mal vorbei: Telegram-Gruppe beitreten
Dort wie auch hier stehe ich jederzeit für Fragen zur Orten und Erfahrungen zur Verfügung und bin offen für Vorschläge, Wünsche oder Anregungen.



[…] Hier gehts zu Teil 2 […]
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Dein Bericht ist sehr inspirierend und macht Lust, es dir gleich zu tun. Was etwas irritiert, warum ist dein Gesicht nicht zu erkennen? Ist vielleicht eine blöde Frage. Aber unabhängig davon, 24/7 am Stück nur nackt zu sein, und das so oft es geht, ist auch mein Ziel. Und da ist Corralejo wohl eine gute Möglichkeit. 😉
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Nicht nur Corralejo, sondern die gesamte Insel. Beschränkt man sich nur auf Corralejo und den direkten Umkreis, wird es schnell langweilig, wenn man länger hier ist. Aber die gesamte Insel bietet da super Möglichkeiten, sofern man denn ein Auto zur Verfügung hat (würde ich hier immer empfehlen).
Zum Gesicht: Im Internet trifft man ja nunmal auch immer wieder auf Leute, die gänzlich anderer Meinung zu den Dingen, die ich mache, und meinem Lebensstil sind (was auch völlig ok ist – leben und leben lassen). Einige wenige davon versuchen leider das auch im Leben außerhalb des Internets gegen einen zu verwenden. Daher habe ich mich entschieden hier anonym zu bleiben, um meine Energie auf die Dinge fokussieren zu können, die mir Freude bereiten und euch so gut es geht hier davon berichten zu können. Aus diesem Grund gibt es Bilder mit erkennbarem Gesicht bei mir nur für Leute, die ich auch persönlich kenne. Bitte um Verständnis.
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Wie wär´s mit der Gegend um Playa Jarubio, das ist sowohl von Tindaya aus als auch von Puertito de los Molinos aus über unbefestigte Pisten zu erreichen, erfordert manchmal etwas fahrerisches Geschick. Und dann natürlich Cofete, El Islote und die gesamte Barlovento-Küste, Du hast noch viele unvergessliche Kilometer vor Dir.
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Danke für die Tipps, das schaue ich mir gerne an. Muss nur sehen, was davon mit einem normalen nicht-Allrad Kleinwagen machbar ist. Cofete (wo ich auch unbedingt noch hin will), soll damit ja wohl eher schwieriger sein wurde mir gesagt.
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Also, auch Teil 2 hat mir sehr gefallen. Interessiert mich ehrlich. Lebst du inzwischen nur noch nackt oder gibt es auch Momente, dass du doch noch in Textilien bist? Ich weiß nicht, ob ich den Mut hätte, obwohl ich zu Hause grundsätzlich nackt bin. Selbst wenn der Paketdienst oder Pizzalieferant kommt. Aber so nackt durch die Gegend zu wandern, finde ich, schon mutig. Autofahren nackt mach ich im Sommer öfter, allerdings nicht in der Stadt. Also, ich finde es klasse, wenn man seine nudistische Neigung, wenn ich das so sagen darf, so toll ausleben kann wie du!!
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Vielen Dank! Momentan hier auf Fuerteventura bin ich schon verdammt viel nackt. Außerhalb der Städte eigentlich mittlerweile immer. Trotzdem gibt es im Alltag natürlich Situationen, wo ich auch Textilien angewiesen bin. Sei es fürs Einkaufen oder auch weil es einfach mal zu frisch ist.
Das vergangene Wochenende habe ich wirklich ununterbrochen nackt verbracht. Also inklusive zuhause, Autofahren und Wandern. Das war super schön, aber leider nicht immer ganz alltagstauglich. Mehr dazu dann aber auch, wahrscheinlich heute Abend, in Teil 3.
Zuhause in Deutschland bin ich natürlich auch so oft wie es geht nackig, aber allein schon wetterbedingt nicht so viel wie hier. Dem Paketdienst oder so habe ich noch nie die Tür nackt geöffnet, da ziehe ich mir immer schnell etwas über. Da fehlt mir einfach der Mut und ich will niemanden schocken. Wie sind denn so die Reaktionen von den Leuten, wenn du die Tür nackt öffnest?
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Vielen Dank für die schönen Berichte. Ich habe meine Urlaube auf Fuerteventura sehr genossen, besonders die ganz nackten Tage. Ich bin immer in El Cotillo gewesen. Da sah man immer auch andere Nackte und das machte Mut es auch zu versuchen.
Sehr schnell wurde es für mich zur Gewohnheit nackt im Auto an die Strände zu fahren.
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