Nackt zuhause – Mein Alltag

In letzter Zeit haben mich über Kommentare hier im Blog, über persönliche Nachrichten und auch über meine Umfrage (ihr könnt übrigens gerne noch immer teilnehmen, falls ihr das noch nicht gemacht habt) einige Nachfragen zum Thema „Nackt zuhause“ oder „Nackt im Alltag“ erreicht. Daher dachte ich mir, ich nutze die Zeit, bis das Wetter endlich auch hier wieder nackte Aktivitäten in der Natur zulässt, für einen Beitrag zu diesem Thema und wie ich persönlich damit umgehe.

Zuhause in meiner Wohnung bin ich nicht immer, aber schon relativ häufig nackig. Da ich auch das ganze Jahr über nackt schlafe, starte ich so auch in den Tag und bleibe mindestens während des Frühstücks noch so. Erst wenn ich die Wohnung verlasse, ziehe ich mir etwas an. Wenn zuhause Arbeiten im Haushalt anstehen, erledige ich diese normalerweise auch ohne Kleidung. Gleiches gilt übrigens auch für einige handwerkliche Arbeiten: Vor einiger Zeit habe ich meine Wohnung gestrichen – ohne Kleidung vermeidet man effektiv Farbflecken auf ebendieser und muss nach getaner Arbeit nur unter die Dusche springen.

Es ist jetzt aber keinesfalls immer so, dass ich mir sofort wenn ich nach hause komme, die Klamotten vom Leib reiße. Je wärmer es ist, desto wahrscheinlicher ist das, aber ansonsten bin ich da dann auch häufig noch eine Weile angezogen. Spätestens nachdem ich dann aber duschen war, bleibe ich dann aber meistens wieder nackt. Das ist übrigens auch ein guter Tipp an alle, die sich mehr an die eigene Nacktheit gewöhnen möchten: Bleibt einfach mal nach dem Duschen noch einige Zeit in der geschützten Umgebung eurer Wohnung nackt (und nach dem Aufstehen, falls ihr nackt schlaft). Fühlt sich nach einiger Zeit immer normaler an 😉

Viele fragen auch immer nach dem Umgang mit Nachbarn. An meinen Fenstern habe ich zwar schon etwas Sichtschutz angebracht, dennoch werden vermutlich einige Nachbarn mich schon das eine oder andere Mal gesehen haben. Manchmal sind die Fenster ja auch offen oder ich bin auf dem Balkon. Gesagt hat dazu aber noch nie jemand etwas. Sobald ich die Wohnung verlasse und das Treppenhaus betrete (wohne in einem großen Wohnkomplex), ziehe ich mir allerdings etwas über. Es wäre natürlich traumhaft, auch ohne sich etwas anzuziehen den Müll rauszubringen oder zur Waschmaschine im Keller gehen zu können. Aber da habe ich dann doch wieder Sorgen vor möglichen negativen Reaktionen der vielen Nachbarn im Haus.

Gleiches gilt auch wenn Paketboten oder andere Lieferanten klingeln. Vom Klingeln an der Haustür bleibt genug Zeit sich zumindest eine Hose überzuziehen, bis diese oben bei meiner Wohnung angekommen sind. Grundsätzlich ist es mir ja völlig egal wer mich nackt sieht, aber anders als z.B. beim Wandern weiß mein Gegenüber in dem Fall sofort meinen Namen und meine Adresse und kommt meistens ja auch regelmäßig vorbei. Da ist mir das Risiko, dass dem Lieferanten mein Outfit doch nicht so zusagt, letztendlich zu groß.

Auch für den meisten Besuch ziehe ich mir etwas an. Es gibt allerdings auch Leute in meinem Bekanntenkreis, die von meiner Lebensweise wissen und damit auch kein Problem haben. Die empfange ich dann natürlich auch nackt.

Wie geht ihr mit Nacktheit zuhause um? Öffnet ihr auch so die Tür wenn es klingelt oder geht bei Mehrfamilienhäusern auch so ins Treppenhaus? Falls ja, was sind so eure Erfahrungen mit den Reaktionen? Schreibt gerne mal in die Kommentare, würde mich interessieren.

52 Gedanken zu „Nackt zuhause – Mein Alltag

  1. Also, bei mir ist es ähnlich. Allerdings ziehe ich mich sofort aus, wenn ich zu Hause bin. Ich schlafe ebenfalls das ganze Jahr über nackt und bleibe es, bis ich dann doch mal raus muss. Im Haus, sprich Treppenhaus, habe ich immer etwas an, natürlich auch, wenn ich den Müll raus bringe. Wenn Besuch kommt, und der weiß, dass ich überwiegend nackt bin, bleibe ich auch so. Ansonsten ist es schon angebracht, etwas anzuziehen. Ich hab allerdings auch die Erfahrung gemacht, dass einige in meinem Bekanntenkreis zwar wussten, dass ich nackt lebe, mich auch so gesehen haben, hinterher aber dennoch ein Problem damit hatten. Was sollte man machen. Sie wissen es inzwischen, ich bleibe
    nackt und jetzt macht es nichts mehr aus. Die Nachbarn gegenüber wissen es auch, sie sehen mich öfter nackt, ist ein Bauernhof, denen macht es gar nichts aus. 😂 also im großen und ganzen kann ich mich jetzt nicht wirklich beschweren. 😂😂

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  2. Pardon, hab geschrieben , die meisten wissen, dass ich nackt lebe, und mir macht es nichts mehr aus! Ich stehe inzwischen dazu, nackt zu sein und das ist mir inzwischen egal, ob ich jemanden störe. Ich bin und bleibe nackt!
    Und ich hab absolut kein Problem mehr damit, wenn ich nackt gesehen werde. Hat lange gedauert bis mit meiner Nacktheit , meinem Körper und mit der Öffentlichkeit klar gekommen bin. Aber jetzt genieße ich jeden Moment, nackt und glücklich zu sein. In diesem Sinne, alles gute und viele nackte Grüße, Rainer

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    1. Hallo Rainer, bin auch so gerne nackt und habe überhaupt kein Problem damit wenn mich jemand sieht. Ist einfach nur natürlich und schön und es ist überhaupt nichts schlimmes. Nackt sein ist natürlich

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  3. Als bekennender Nackter hab ich gelegentlich, wenn jemand der es vorher noch nicht wusste, „dahinter kommt“, mit dummen Blicken oder Fragen zu tun.
    Es ist erschreckend wie viele Leute nicht damit klar kommen, dass wir unter unseren Kleidern alle nackt sind…🙄🤷‍♂️

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  4. Da gebe ich dir absolut recht. Als nackt lebender gibt es einiges, mit dem man leider leben muss. Aber mich hat es irgendwie selbstbewusster gemacht, früher war es ein Problem, heute kann ich damit leben. Und das beste, ich mach kein Hehl daraus, dass ich nackt bin. Und irgendwann, meine Feststellung, wird es akzeptiert und nicht mehr großartig erwähnt. Ist normal und dann auch irgendwie langweilig für die, die meinen, drüber sprechen zu müssen. In meinem Bekanntenkreis weiß jeder von meiner Nacktheit, geredet wird da nicht mehr drüber, es wird akzeptiert und gut ist. Ich fühle mich frei und genieße es, alles andere ist mir inzwischen egal. Nackte Grüße, Rainer

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  5. Meine Vermieter wohnen unten im Haus und sind langjährige FKK-Anhänger. Also kann ich problemlos in Haus und Garten nackt sein. Das bin ich dann auch, wenn es mir nicht zu kalt ist.

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  6. Schön, dass es außer mir noch mehr Leute gibt, die Nacktheit zuhause praktizieren. Allerdings sind wir wohl alle singles, denn was (Ehe-)Partner dazu meinen, wird nirgends erwähnt.

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      1. Ich bin zwar Single, habe aber eine sehr tolerante und total liebe Nachbarin! Für sie war es anfangs etwas merkwürdig, zumal wir uns seit mehr als 30 Jahren als Kollegen kennen. Als sie mich zum ersten Mal nackt gesehen hat, war das schon , für beide Seiten, komisch! Inzwischen ist es auch für sie normal, dass ich in ihrer Gegenwart nackt bin. Sie ist dann zwar nicht nackt, ich aber. Genau wie bei meinen Bekannten. Sie wissen inzwischen alle, dass ich nackt bin und fragen, wenn sie zu Besuch kommen, warum ich etwas anhabe. Konsequenz; ich empfange sie nackt, genau wie jede/jeden anderen auch! Ich habe mich dazu entschlossen, meine Kleidung wegzuschließen, sodass ich nicht mehr in der Lage bin, mich zu verkleiden! Heißt nicht, ich habe keine Kleidung mehr, heißt aber, ich habe keine Möglichkeit mehr, mir etwas anzuziehen, wenn jemand kommt. Ich bin und bleibe einfach nackt! Und es wird, wenn man konsequent nackt ist, irgendwann akzeptiert. Hat aber auch gedauert. Aber jetzt bin und lebe ich nur noch nackt, ohne Kompromisse. Und irgendwann nicht mehr nur zu Hause, nein, auch außerhalb! Probiert habe ich es schon, allerdings morgens um halb zwei, auf der letzten Runde mit Hund. 😀

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  7. Ich lebe ständig nackt zu Hause. Ich lebe in einem Reihenhause und bin auch im Hintergarten nackt. Ich habe beschlossen dass das Tragen von Kleidung die Ausnahme ist. Meine Entscheidung wird leider vom Gesetz beschränkt aber wenn ich eine Möglichkeit habe bin ich ohne Klamotten.

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    1. Da bist du jetzt absolut nicht allein! Ich bin immer nackt, wo immer es geht. Und ja, was mitunter und wo es geht, Momente, da wünsche ich mir, einfach nackt zu bleiben. Aber das geht halt nicht immer. Ohne Kompromisse geht es halt nicht.

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  8. Hallo,
    auch ich versuche zu so viel wie möglich nackt zu sein. Zu Hause mache ich es wie die meisten hier, ich schlafe nackt und ziehe mich einfach nur an, wenn ich aus dem Haus muss. Bei derzeit drei Besuchern, Freunden und Freundinnen kann ich nackt bleiben. An der Haustüre halte ich für überaschende Besucher oder Paketdienste einen Bademantel bereit. Auf meiner Terrasse und in Teilen meines Gartens kann ich ebenfalls nackt bleiben. Im Home-Office bin ich auch nackt, für Skype-Anrufe habe ich dann zumindest oben rum etwas an.
    Auch ich bin Single und lebe alleine in meinem Häuschen auf dem Land.
    Ich vermute ebenfalls, dass mich Nachbarn schon nackt gesehen haben, obwohl ich es nicht darauf anlege und Gardinen an den Fenstern habe. Gesagt hat aber noch nie jemand was.

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    1. Gardinen habe ich nicht! Und inzwischen bringe ich auch hin und wieder den Müll nackt raus. Allerdings erst, wenn es spät ist. Na ja, Nachbar hat mich letztens mal dabei gesehen. Hat nur gefragt, oh, FKK? Ja hab ich gesagt. Das war’s dann auch. War irgendwie eine gute Erfahrung. Jetzt bleibe ich einfach nackt, nicht bei jedem Besuch, aber bei den meisten. Was gibt’s besseres als bekennender Nudist zu sein?

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      1. Auch ich bringe, in meinem Fall den Kompost nackt raus. Meine Kompoststeige ist von der Strasse nicht einsehbar, allerdings vom Nachbarhaus. Eine andere Nachbarsfamilie weiß bei mir auch, dass ich FKK mache. Leider „betreiben“ diese nur innerhalb der Familie FKK.

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  9. Hallo,
    obwohl ich verheiratet bin, bin auch ich am liebsten nackt im Haus und Garten. Meine Frau war zu Beginn etwas verwundert darüber, hat das aber akzeptiert und findet es völlig normal mich nackt im Haus zu haben. Inzwischen gehen wir sogar, hin und wieder am Abend am NOK spazieren ich nackt sie normal angezogen (das Wetter muss natürlich passen, was wohl erst im nächsten Jahr wieder sein dürfte).
    Dies Jahr gab auch mehrmals, mehrere Tage in Folge, an denen ich über mehrere Tage hinweg, keine Kleidung trug. Gartenarbeiten, Rasenmähen hinter dem Haus, oder andere Gartenarbeiten und auch Kochen und Essen mit meiner Frau mache ich nackt. Selbst beim Be- oder Entladen ihres Autos helfe ich Ihr nackt, das geht allerdings nur wenn sie direkt vor dem Haus auf unserem Grundstück parkt.
    Natürlich vermeide ich von Nachbar und Besucher oder Fremden nackt gesehen zu werden, was mir bis jetzt wohl gelang -zumindest hat noch niemand beschwert oder was gesagt- :).

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    1. hi Jojo

      genauso handhaben wir das bei uns zu Hause auch, mein Mann hat anfangs witzige Kommentare gesagt, er hatte und hat noch immer absolut nichts gegen meinem Nacktsein. Ab und an geniesst auch er warme Sommerabende nackig mit mir auf dem Balkon. Ansonsten ist er schon gerne angezogen. Aber es ist für ihn auch kein Thema mehr, dass ich nur noch nackt lebe zu Hause.

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  10. So manches was ich hier im Blog und in den Kommentaren gelesen habe, kommt mir bekannt vor.
    Vor etwas mehr als 15 Jahren bin ich hier in die Wohnung eingezogen. Mein Wunsch war so viel nackt in der Wohnung zu sein wie möglich.
    Die Wohnung musste erst noch gestrichen werden (Wände und Decken). Alte Klamotten anziehen war jetzt nicht so mein Ding. Die verschmutzten und weil eine Wohnung nicht an einem Tag gestrichen werden kann, zieht man an den nächsten Tagen diese dreckigen und verschwitzten Sachen wieder an? Nicht gut. Die Schutzanzüge sind auch nicht das Gelbe vom Ei. Also sagte ich mir, beginne dein nacktes Leben gleich beim streichen. Und das was auf den Farbeimern drauf steht, dass die Farbe leicht abwaschbar ist, kann ich nur bestätigen. Einfach danach duschen und alles geht super von der Haut ab.
    Das die Nachbarn von gegenüber mich gleich so beim streichen sah, konnte ich nicht verhindern. Somit hatte ich gleich ein Zeichen gesetzt.
    Als der erste Besuch (Freund mit seiner Frau) kam, hatte ich auch überlegt, ob ich mich anziehen soll, oder nicht. Aber ich wollte doch nackt in meiner Wohnung leben, soll ich jetzt schon die ersten Einschränkungen machen? Ich hatte noch rd. eine Minute zeit, bis sie vor meiner Wohnungstüre standen. Ich blieb nackt. Als wir uns begrüßten fragte ich, ob es OK ist wenn ich so bleibe. Für sie war es OK. Das hatte mich jetzt bei den beiden doch sehr gewundert.
    Für mich gab es jetzt den Mut, jeden Besuch, der zum ersten mal kommt zu fragen, ob es OK ist, dass ich so (also nackt) bleibe. Die Wörter „nackt“ oder „ohne Kleidung“ usw. nehme ich bewusst nicht in den Mund, weil dieses das Bild noch einmal verstärkt untermalt, was dann eher zu einer Ablehnung führen könnte.
    Freunde, Bekannte, Nachbarn und auch Personen aus meinem Arbeitsumfeld waren bei mir und ich habe immer wieder die selbe Frage beim ersten Besuch gestellt. Alle waren damit einverstanden und kommen auch heute noch zu mir.
    Mir zeigte das, dass die Akzeptanz viel größer ist. Wir selbst machen uns oftmals mehr, und dabei auch negative Gedanken, als die anderen. Daher kann ich nur empfehlen, bleibt nackt wenn jemand kommt. Fragt höflich und lass die anderen es entscheiden. Auch wenn es unerwartet klingelt, mache ich die Türe nackt auf. Dabei achte ich darauf, dass mein Unterkörper durch die Türe „verdeckt“ bleibt.
    Ich selbst bin zu Hause das ganze Jahr über nackt. Und nein, meine Heizkörper stehen im Winter nicht auf 25 Grad. 19 bis 20 Grad reichen vollkommen aus. Der Körper gewöhnt sich daran und reguliert die Temperatur selbst. Im Winter, wenn ich auf dem Sofa sitze, dann benutze ich auch schon einmal eine Decke. Mehr aber nicht.
    Ich kann nur sagen, dass das Nacktsein zu meinem Lebensstil geworden ist. Ich gehe damit offen um und verstecke auch nichts. Es ist ja auch nichts schlimmes sondern etwas ganz natürliches.

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    1. Grüß Dich, Ralf.

      Kann Deine Erfahrungen in allen Punkten bestätigen.

      Darüber hinaus bin ich auch bei Freunden und tw bei der Arbeit, bin freischaffender Handwerker, ganz Mensch. Auto fahren, Radeln, Spazieren……immer nur gute Erfahrung und damit gutes Wohlbefinden und Körpergefühl. Selbst Polizeikontrolle im Auto (VW Bus) kein Problem.
      Draußen arbeiten am 14grad möglich, bei direktem Sonnenschein, windstill und straffer Arbeit schon bei zehn grad.
      Letzthin schon mal im Januar nachmittags und im Februar.

      Ich lebe auf meinem 3000qm Landsitz, hab hier nur zum Schutz vor Kälte was an; und da oft nur Hemd und Socken.

      Lieben Gruß

      El Bino

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    2. Hallo Ralf, genau deine Gedanken hab ich auch. Ich lebe auch so gerne nackt. Bin auch den ganzen Tag nackt. Heute kamen ein paar Arbeitskollegen auf Besuch und ich hatte keine Lust mich anzuziehen. Ergebnis: alles kein Problem. Ich hab mich wohlgefühlt und mit meinen Kollegen haben wir ein Date ausgemacht zum grillen und Nacktbaden 👍

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      1. hi linus, heute kam bei mir auch ein Kollege vorbei. Er wusste das ich bei diesem Wetter meistens nackt rumlaufe. Und auch für ihm ist das kein Problem gewesen. Einfach nur normal, so soll es sein

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  11. Lieber Ralf,

    das was du da „treibst“ wäre mein Wunschtraum, lässt sich aber in meiner sonst wirklich unglaublich netten aber sehr konservativen Nachbarschaft in einem Dorf mit 3000 EW nicht unfallfrei umsetzen. Schon bei Gartenarbeiten werde ich in Shorts recht „unauffällig auffällig“ beäugt. Nackt- da wäre man auf gut Schwäbisch „Flegga-G’schbräch“ (Im Mittelpunkt des örtlichen Tratsches).

    Neben meinem hierfür fehlenden Mut könnte es auch schon für viele ein echter Schock sein, jemanden zunächst nackt zu erblicken, der dann fragt, ob es einem etwas ausmache. Ich denke selbst wenn es den Überraschten stört, würden es viele dann trotzdem nicht äußern. Ich möchte meinen Gästen einfach kein Unbehagen bereiten.

    Trotzdem Hut ab, dass du das so durchziehst.

    Aus den oben genannten Gründen würde ich zum Beispiel auch nicht bei uns im örtlichen Umfeld nackt wandern, im nahen malerischen Neckarabschnitt schwimmen oder sonstige nackte Aktivitäten durchführen. Da fahre ich doch immer gern ein paar Kilometer, um eine gewisse Anonymität zu gewährleisten.

    Mit ein kleinwenig neidischen Grüßen aus dem schönen „Ländle“

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    1. Ein hallo an Alle, ich hoffe Ihr könnt alle jetzt am Wochenende viel nackt sein.
      @Marsibär mir geht es ganz ähnlich wie Dir, mein Dorf auf der Reutlinger Alb ist noch kleiner, etwa 1200 Einwohner. Ich riskiere zwar schon recht viel, z.B. nachts auf meinem Grundstück den Biomüll zum Komposter bringen, aber viel mehr auch nicht. Vor ein paar Jahren traute ich mich noch komplett nackt von zu Hause aus um den nahe gelegenen Wald zu gehen. Wegstrecke etwa 5 Kilometer. Aber leider hat mich dazu der Mut verlassen, weil es auch immer dichter besiedelt wird.

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    2. hi Marsibär

      Dein Bedenken ist absolut nachvollziehbar. Was viele jedoch haben ist in erster Linie die Angst, Scham, was könnten andere denken oder sagen.. etc..
      Aus eigener Lebenseinstellung und Erfahrung kann und würde ich Dir gerne nahe legen, dass sehr vieles bei einem selbst beginnt. Mich kümmert es ganz ehrlich NICHT was andere von mir denken oder sagen. Denn es ist noch immer mein Leben den ich führe. Ich habe nichts verbrochen und nichts zu verbergen, also kann keiner über mich urteilen. Sollte einer mal sagen: entschuldige, aber Sie können nicht nackt rumlaufen das ist abartig. Dann dreh ich den Spiess um: Wer späht denn dauernd zu mir herüber? Ich hab auch Nachbarn, aber ich hab keine Ahnung wann, wie und wo sie was an haben oder was sie wie und wo machen. Denn ich „spanner“ nicht ständig. Also Wer ist denn nun abartig?
      Wie Du siehst, liegts nicht nur an Mut, sondern vor allem an Selbstbewusstsein und dass man vieles einfach als was ganz natürliches betrachtet. Denn es sind die anderen, die was „schmutziges“ am Nacktsein interpretieren, nicht die Nackten.

      Natürlich stelle ich viele von uns nicht auf die gleiche ebene wie andere Nudisten, denn auch in unseren Reihen gibts solche und solche. Ich für mich distanziere mich klar vom extremen Exhibitionisten. Ich steh nicht breitbeinig mit nem Ständer auf dem Balkon oder spiele an mich rum, oder öffne die Tür mit ner Erektion. Nein ich führe mein Alltag vollkommen normal nur ohne Textilien.

      Jedoch verstehe ich gewisse Hemmungen die man nicht kann oder will überwinden, den anderen gegenüber. Ich wollte dir nur etwas von Deinen Hemmungen nehmen.

      Kleiderfreie Grüsse aus der Schweiz

      Sean

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      1. Hi Sean,

        ich war schon lange nicht mehr hier und habe deinen Beitrag gelesen. Ich kann deine Ansicht mittragen. In einer etwas anonymeren (Groß)stadt würde ich es wohl ähnlich machen wie du. In meinem Dorf ist das aber anders und ich möchte tatsächlich nicht nur auf der „Nackte aus dem Oberdorf“ reduziert werden- Deshalb nackt draußen mit ca. 15 km „Sicherheitsradius“ und nicht im Garten- wenngleich ich die bestvorstellbaren Nachbarn und Freunde um mich rum habe. Diesen Kompromiss gehe ich ein. Auch in meinen Sportgruppen ist (leider) kein einziger Nudist, nackt geht maximal unter der Dusche und der Sauna- da aber mit Handtuch überm Willi, dass man ja nix wegschauen kann😉. Nacktsport outdoor daher leider oft alleine, bzw. auch weiters weg. MTB, SUP, (Berg-)wandern, Schneeschuh, schwimmen.

        Marcel

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  12. Hallo Rudi,
    ich kann es mir gut vorstellen, ich habe auch Freunde aus Ödenwaldstetten und Ohnastetten von der Reutlinger Alb. Aber mein Vater (Stuttgarter) meint schon bei uns sagen sich Fuchs und Hase nicht gute Nacht, sondern die kennen sich gar nicht wegen der weitläufigen Abgelegenheit… Sehr nett!!!🤣

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  13. Hallo zusammen, ich wohne in einem der letzten Dörfer Düsseldorfs. Da könnt ihr euch vorstellen, nackt durch die Gegend zu laufen ist da schwierig. Vor allem, wenn jede/r dich im Dorf kennt. Umso mehr genieße ich es, nackt im Kreis meiner Freunde zu sein! Und die haben Gott sei Dank keine Probleme damit. Im Gegenteil, bin heute gefragt worden, weshalb ich eine Hose anhabe. Die war aber sowas von schnell weg! Und jetzt bin ich wieder mal der einzige, der nackt unter Textilen ist! 😂

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    1. Hallo Rudi,
      tatsächlich sind die zwar keine Nudisten aber trotzdem sehr cool und nett😉. Wobei beide die Albweite kombiniert mit der Nähe zu Reutlingen, Tübingen und dem Stuttgarter Raum sehr schätzen.

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    1. Tür öffnen, nett grüssen, Post entgegen nehmen, sich bedanken, bei schweren Paketen manchmal ein Trinkgeld geben und nett verabschieden. Fast genauso wie die bekleideten, nur netter 🙂 und natürlich ohne Kleidung 🙂

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  14. Ich bin Zuhause nackt, wenn Besuch kommt, nackt zu bleiben, ist schwer für mich. Es ist ein starker Wunsch in mir, nackt zu bleiben. Durch meine Erziehung, nicht nackt bleiben zu dürfen, was ich als Kind gerne sehnlichst tat und nicht durfte, leide ich heute noch, Psychisch mit Auswirkungen. Mein Leidensdruck ist enorm. Ich wünsche mir Änderung.

    Schöne Grüsse Bernd

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  15. Hallo
    Ich suchte nach Informationen über die Reiseroute im Harz-Gebirge und stieß zufällig auf deine interessanten Seiten. Ich kann nackt in der Unterkunft sein und bin es auch oft – es ist ein Luxushaus, in dem ein älteres Paar (60+) und ihr Sohn (19) wohnen. Sie antworteten mir auf eine Anzeige, in der ich eine Wohnung für einen Naturisten (40+) teilen wollte. Sie teilten mir mit, dass ich bei ihnen im natouristischen Stil wohnen kann, wenn es mir nichts ausmacht, dass sich manchmal nur der Herr, aber die Frau und der Sohn mir anschließen. Die angebotene Miete war zwar etwas höher, aber das Haus hat auch einen kleinen Fitnessraum, einen Wintergarten und einen Sommerpool und nackt kann ich jederzeit und überall sein, auch vor ihren Besuchen (sie sind an den Herrn gewöhnt). Also bin ich bei ihnen eingezogen und bin zufrieden.
    PS: Ich entschuldige mich für deutsch – ich spreche nur Englisch und habe den Übersetzer für Deutsch benutzt.

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  16. das kommt mir so bekannt vor! Schon als Kind war ich am liebsten immer nackt. Wurde ich erwischt, gab’s Kloppe auf das Hinterteil! Über die Jahre gesehen, hat es alles nichts genutzt, bin und lebe seit Jahren nackt zu Hause,am Strand oder wo es halt geht. Jetzt inzwischen auch oft, wenn ich Besuch habe. Auch bei Post und Lieferdiensten öffne ich immer öfter nackt die Tür, habe ich vor kurzem noch nicht gemacht. Und ich gebe heute auch in der Öffentlichkeit zu, dass ich Nudist bin. Ist das so eine Art outing? Wenn ja, kann ich es allen empfehlen, die so leben wollen und keine Kompromisse mehr eingehen wollen!!

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  17. lange nichts mehr gehört von dir! Hoffentlich geht’s dir gut!! Lebe jetzt seit gut zwei/drei Jahren nur noch nackt, vorher eher sporadisch. Nachbarn kennen mich inzwischen so, geredet wird, aber nicht gemeckert. Irgendwie und irgendwann haben sie sich dran gewöhnt. 😂😂in diesem Sinne, allen Nackten hier einen schönen Abend!

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  18. Hi Ihr da draußen, also ich möchte auch kurz mal berichten zum Thema. Seit einiger Zeit wohne ich als Single auch wieder allein. Ich stellte fest, dass ich mich unheimlich wohl fühle, wenn ich ohne Kleidung bin. Gesagt, getan. Eigentlich fast immer, sobald ich in die Wohnung komme, ziehe ich mich nackig aus. 18, 19 Grad reichen mir da schon in der Wohnung. Das ist ein herrlich befreiendes Gefühl so zu sein. Ich habe das Gefühl, dass es mir in jeder Weise gut tut. Es fördert meine Selbstwahrnehmung, bestimmt ist es auch gesund und es ist eben einfach angenehm. Über die Nachbarn mache ich mir wenig Gedanken. Soweit eben möglich sind ja da meistens die Gardinen dazwischen. Klar, vergesse ich es auch hin und wieder, insbesondere wenn dann abends so nach und nach die Lampen angestellt werden. Aber das ist kein Problem, ich wohne in einer Großstadt und da interessiert es sowieso nicht so wahnsinnig, was die anderen machen. Allerdings werde ich schon ein bissel neidisch, wenn ihr schreibt, dass es teilweise sogar möglich ist bei euch, nackt auf dem Balkon zu sein, oder durch das Treppenhaus zu laufen zum Briefkasten. Schließlich will ich ja niemanden peinlich berühren mit meinem neu gewonnenen Lebensgefühl.
    Auf jeden Fall will ich demnächst auch mal nackig wandern gehen. Schließlich hat der große Hermann Hesse das schon vor weit über 100 Jahren so gemacht- und er war begeistert davon!
    Schreibt gerne weiter hier in dem Blog. Grüße aus Kassel

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  19. hey!

    absolut toller Beitrag, tolle Seite! Hab es leider erst jetzt entdeckt und bin richtig froh und positiv überrascht.

    Ich dachte schon, dass ich fast der einzige bin der das Nacktsein so auslebt. Dein Beitrag hat richtig Freude gemacht beim lesen. Da ich es 1:1 genauso handhabe.

    Habe schon mit einigen über das Nacktsein im Alltag geredet und mich erklärt.. Aber als ich Deinen Beitrag las, dachte ich mir: endlich jemand der das komplett versteht und so auslebt. Und nach den Kommentaren zu lesen, gibt es einige von uns (wenn ich das so sagen darf).

    Es ist sooo MÜHSAM, dass alle gleich was schlechtes hinter dem Nacktsein sieht und erst nach langen Aufklären das: „ahaaa, achsoo“ kommt.

    Dann fällt einem auf, wie viele Menschen negative Gedanken zum Thema Nacktsein haben. Dass es nichts Sexuelles oder abartiges dahinter hat. Sondern das Nacktsein sein, einfach als Nacktsein akzeptiert, Punkt.

    Man will niemand erregen, zu etwas verführen, nein, einfach den Alltag zu Hause nackt geniessen.

    Im Sommer und das ganze Jahr beim schlafen nackt zu sein ist schon eine Selbstverständlichkeit. Mein Partner siehts mittlerweile auch so. Sonntagmorgens, da ich immer sehr früh auf bin, geh ich nackt die Zeitung vom Briefkasten holen. Da ich weiss, dass meine Nachbarn alle Langschläfer sind.

    Ausser einmal, als einer meiner Nachbarn, vom joggen, mir an einem Sonntagmorgen entgegen kam. Meinte er nur: „Sorry hab nichts gesehen alles gut.“

    Danke für Deinen Beitrag, es tut gut, zu wissen, dass noch einige da draussen sind, die ein komplett normales Verhältnis zum Nacktsein hat. Da wünscht man sich gleich diese als Nachbarn zu haben. Nochmals Danke und liebe Grüsse aus der Schweiz.

    Sean

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